Was ist Drohnenwirtschaft?

Haben Sie noch das Gefühl, dass Sie mit der Entwicklung der Technik mithalten können? Vielleicht ist es eine Altersfrage, ob dies überhaupt noch möglich ist. Doch kann man es nicht leugnen: Die Entwicklung der Technik scheint sich selbst zu überholen, wie wir etwa an den Spuren der Drohnenwirtschaft sehen können.

Moment bitte: Was ist denn Drohnenwirtschaft? Im deutschen Einzugsbereich ist dies noch ein recht kleiner Sektor. Doch in den USA, die in diesem Punkt als absoluter Vorreiter tangieren, haben die Drohnen sich im Alltag bereits einen festen, gewerblichen Platz erobert. Ja, für uns ist dies schwer zu glauben und doch ist es so. Gerade die Großstädte bieten viel Raum für die Drohnen, sowohl privat wie auch gewerblich.

Die Drohne als Postbote


Nein, eigentlich sollte man nicht darüber lachen. Denn in verschiedenen Städten der USA sind Drohnenlieferungen bereits Alltag. Der Versand des Online-Händler, dessen Namen wir hier gar nicht nennen wollen, per Drohne kann bei sofortiger Verfügbarkeit des Artikels, der bestimmte Abmessungen und Gewichte nicht überschreiten darf, kann gegen einen entsprechenden Aufpreis durchgeführt werden. Ob dieser Aufpreis gerechtfertigt ist bzw. vielleicht doch mit den regulären Versandkosten gedeckt werden kann, muss jedes Unternehmen für sich selbst beantworten. Eines ist jedoch sicher: Auch wenn es nicht zu einem regulären Versand kommt und eventuell tatsächlich die Versandkosten entfallen, ist natürlich dennoch eine Bearbeitungsgebühr und ein Zustellungsentgelt fällig. Warum? Nun, die Sendung wird geliefert und mit jedem Flug kommt es bei der Drohne zu Abnutzungserscheinungen. Ganz klar, dass für die Nutzung des kleinen Fluggerätes also gezahlt werden muss.

Warum also sollte man sich für die Drohnenwirtschaft einsetzen?


Schauen wir uns in den Metropolen die vollen Straßen an, muss ganz klar festgestellt werden, dass die Drohnenwirtschaft nach dem Muster von Amazon Prime Air, wie es in den USA bereits besteht, durchaus zu einer Entlastung der Straßen und somit zu einer Entlastung der Umwelt führen kann. Die Drohnen werden automatisch mit ihrer Fracht von einem ebenfalls automatisch geflogenen Zeppelin abgeworfen. Sie finden nicht nur ihr Ziel absolut sicher und schnell, sondern sind ebenso schnell und sicher auf dem Rückflug zu ihrem Zeppelin, der sie wieder aufnimmt und nach Hause, sprich ins Lager, geleitet.

Ob die Zustellung auf diese eigentlich recht unkomplizierte Weise erfolgen darf, ist natürlich im Vorwege zu klären. Aber nicht nur kleine Paketsendungen können auf diese Weise ihren Weg zum Empfänger finden. Auch Briefe und andere Postsendungen werden auf diese Weise zugestellt.

Pro und Contra


Natürlich gibt es auch bei diesem kleinen Schritt in die Zukunft Befürworter und Gegner.

  • Pro: Finanzielle Entlastung des Versandunternehmens. Geringere Umweltbelastung. Günstiger als der reguläre Zustellungsdienst. Schnellere Zustellung zumindest in den Ballungsgebieten möglich.

  • Contra: Datenschutz und Sicherheit können nicht zu 100% gewährleistet werden. Aufgrund dieser Bedenken ist ein flächendeckender Zustellungsdienst noch Zukunftsmusik.


Anderer Staat, andere Voraussetzungen


So sehr sich viele Staaten auch mit der Einführung der flächendeckenden Drohnenwirtschaft beschäftigen, so schwierig kann es mitunter sein, die staatlichen Auflagen zu erfüllen. Diese zeigen sich in den meisten Ländern der Welt vollkommen unterschiedlich. So kann man sich sehr gut vorstellen, dass es in vielen Gebieten nicht ganz einfach ist, ein Unternehmen mit Drohnenwirtschaft erfolgreich auf die Beine zu stellen.

Wer könnte von offizieller Seite Vorschriften machen? In Deutschland würden die folgenden Stellen intervenieren können:

  • Flugsicherheit

  • Militär

  • Rechtliche Gründe


Bei den Vorschriften, die für den Einsatz von Drohnen greifen, ist es wichtig, wer den Drohneneinsatz aus welchen Gründen beantragt. Sind es die Gesetzeshüter, die Feuerwehr oder das Militär, kommen verständlicherweise andere Vorschriften zum Tragen als bei privaten Drohnenpiloten.

Auch ist es notwendig, eine entsprechende Genehmigung für jede einzelne Drohne innerhalb des deutschen Luftraumes zu erhalten. Schließlich ist davon auszugehen, dass die Drohnenwirtschaft nicht mit den kleinen Modellen agiert, wie wir sie von Kindern und Privatpersonen für gewöhnlich kennen. Natürlich gibt es auch private Eigner von den Profimodellen, doch sind diese bereits aufgrund der Preise für Profidrohnen nicht so häufig anzufinden.

Die Drohne und die Landwirtschaft


Ja, Sie haben richtig gehört. Immer mehr Landwirte setzen zu unterschiedlichen Zwecken Drohnen bei ihrer Arbeit ein.

  • Kitzsuche im Frühjahr beim ersten Grasschnitt: Der erste Grasschnitt des Jahres und das Aufwachsen der Kitze fällt leider zusammen. Da Kitze sich extrem niedrig ins Gras ducken, sind sie förmlich unsichtbar. Wird eine Drohne mit einer Wärmebildkamera in die Luft gebracht, können die Kitze rechtzeitig entdeckt und auf eine andere Weide verbracht werden. Früher haben Schulkinder oder andere Personen der Dorfgemeinschaft dies übernommen. Wo jedoch die Felder immer größer und die tagsüber im Dorf befindliche Personenzahl immer kleiner wird, sind derartige gemeinschaftliche Aktionen kaum noch möglich. Die Drohne hilft also, das Rehwild und ihre Nachkommen zu schützen.

  • Überwachung des Pflanzenbestandes: Es ist sinnvoll, sich regelmäßig vom Zustand seiner Ackerfläche ein klares Bild zu verschaffen. Dies kann schon früh, Hinweise auf das Ernteergebnis geben. Hat man bisher vorwiegend die Ränder eines Ackers begutachten können, ist man mit der Drohne in der Lage, ganz konkret zu sagen, wo Wasser oder Dünger fehlt oder wo es zu einem anderen Problem gekommen ist. Es lassen sich mit dem richtigen Programm sogar konkrete Karten eines jeden Feldes erstellen. Besser kann man seinen Boden nicht im Griff haben.

  • Pflanzenschutz: Gerne werden Drohnen genutzt, um Schützlinge auf dem Feld anzusiedeln. Sie wirken eventuellen großräumigen Schäden an der Pflanze vor. Doch können auch chemische Pflanzenschutzmittel mittlerweile in meist flüssiger Form ausgebracht werden. Ob dies allerdings für große Felder ratsam ist, sei dahingestellt.

  • Bessere Effektivität: Aufgrund der möglichen, schnellen Kontrolle eines Ackers kann der Landwirt schnell und kompetent eingreifen, um Mangelzustände oder andere Probleme schnell aus der Welt zu schaffen.

  • Umweltschutz: Wer sich die Drohne zum Gefährten macht und aufgrund ihrer Daten detaillierte Karten erstellen kann, wird feststellen, dass sein Verbrauch an Düngemitteln abnimmt.


Fazit


Die Drohne ist ein Verbündeter, kein Feind. Zumindest muss dies so gesagt werden, wenn sie im gewerblichen Bereich genutzt wird. Hier kann sie gute Dienste leisten, Ressourcen sparen, ebenso Zeit und vor allem kann sie uns gute Daten liefern, für deren Zusammenstellung wir zu Fuß bzw. per Hand sehr lange benötigen würden.

Machen wir uns weiter mit der Drohnenwirtschaft vertraut, um sie zum Wohle aller einsetzen zu können. Aber bitte mit Verstand und Geduld, in Ordnung?